Systemintegration

Verheiraten von Mechanik, Hydraulik, Automatisierungs- und Antriebstechnik.

Für einen Systemlieferanten ist es besonders wichtig, die Mechanik, Hydraulik sowie Antriebs- und Automatisierungstechnik von Förderanlagen systemintegriert aufeinander abzustimmen. Bereits im Rahmen der Erprobung auf dem Prüfstand im Montagewerk kann nach der Parametrierung der einzelnen Komponenten ein Systemtest mit Voroptimierung des gesamten Antriebsstrangs in den verschiedenen Betriebszuständen mit unterschiedlichen Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsphasen erfolgen.

Dies gilt ebenso für Optimierung im Stillstand bei aufgeschaltetem Drehmoment. Hierdurch wird die Basis für einen stabilen Anlagenbetrieb nach der Montage auf der Baustelle gelegt. Die bereits im Montagewerk durchgeführte optimale Abstimmung der einzelnen Komponenten ermöglicht eine deutlich schnellere, fehleroptimierte Hochlaufphase auf der Baustelle und gewährleistet eine Erhöhung der späteren Anlagenverfügbarkeit.


MECHANIK / HYDRAULIK

Eine bauteilübergeordnete Inspektion überprüft die Maßhaltigkeit von funktionsrelevanten Systemmaßen, z.B. der Verbindungen von Welle/Seilträger, Welle/Motor, Welle/Lager. Bei der Werksinbetriebnahme der kompletten Fördermaschine dreht der Antrieb und Seilträger und Bremse sind funktionsbereit. Optimierte Qualitätssicherung durch Test von

  • Messung der Luftspalte zwischen Bremselementen und Bremsscheibe
  • Rundlaufmessungen der Bremsscheiben am Seilträger
  • Verminderung geometrischer Unwucht
  • Vermeidung Exzentrizität
  • Überprüfung von Axial und Radialkräften
  • Überprüfung von Spindel und Wellentorsionen
  • Verminderung dynamisch unzulässiger Vibrationen bzw. Geräuschentwicklungen
  • Überprüfung von Betriebstemperaturen in Gleit und Wälzlager
  • Ermittlung des Betriebsverhaltens (Temperatur, Druck, etc.) von Aggregaten
  • Überprüfung des Betriebsverhaltens von eingesetzten Getrieben und Kupplungen
  • Werkseinstellung der kompletten Bremsanlage, inkl. Analyse von Bremskurven


AUTOMATISIERUNGS- UND ANTRIEBSTECHNIK

Es erfolgt eine Schnittstellenverifizierung Mechanik, Hydraulik, Automation, Umrichtersystem, Hilfssteuerungen, sowie eine Prozesssimulation zum Testen von Ablaufsteuerungen und der Regelung verschiedener Betriebsarten.

  • Überprüfung des Zusammenspiels der Automation mit der Bremsanlage am „drehenden System“
  • Parametrierung der Regler

Es erfolgt eine Prozesssimulation zum Testen von Ablaufsteuerungen, sowie der Regelung verschiedener Betriebsarten. Optimierung des gesamten elektrischen Antriebskonzepts in Bezug auf das Gesamtträgheitsmoment:

  • Analyse von Motorkennwerten, z.B. Isolations und Widerstandsmessungen, Leerlaufkennlinien bei Nennspannung
  • Erwärmung unter Last
  • Prüfung und Optimierung des Motor- und Steuerungsverhaltens bei Stillstandsmoment (Drehzahl n = 0)
  • Prüfung des Verhaltens bei unterschiedlichen Anfahrmomenten, Lastsprüngen sowie Lastspielen


Verbesserter Kundennutzen durch System-Factory Acceptence Test (FAT)

  • Deutlich erhöhte funktionale Sicherheit für das Gesamtsystem nach integrierten Funktionstests wie oben beschrieben
  • System-FAT bietet Kunden höhere Planungssicherheit für die gesamte Produktionsplanung "Bergwerk" bei Inbetriebnahme auf Baustelle
  • Reduzierung von Montage- und Inbetriebnahmezeit auf Baustelle dank Werkseinstellung und Werksinbetriebnahme (Parametrisierung)
  • Variantensimulation für die Optimierung von Montage und Inbetriebnahme auf Baustelle als Support für Kundenplanungen
  • Dokumentation der Systemparameter zur Unterstützung von Zulassungen/Zertifizierungen steht früher zur Verfügung
  • Verbesserte Verfahrensbeschreibungen zur Errichtung der Anlage durch Modularisierung von Montage und Inbetriebnahmeprozessen
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